Das Dilemma mit der Vernunft
Man tut etwas, obwohl man genau weiss, dass die Chancen, dass es ein positives Ende nehmen wird, deutlich gering sind. Es gibt trotzdem so etwas, wie Hoffnung. Pessimisten beschreiben sich selber oft als Realisten. Doch auch sie hegen insgeheim Hoffnung. Die geringen Aussichten auf ein gutes Ende zeigen trotz aller Hindernisse dennoch ein Licht am Ende des Tunnels. Unser Leben, geprägt durch die Gefahren, die durch die Steine, die einem in den Weg gelegt werden, ist viel zu kostbar, viel zu kurz, um ständig voller Angst den Kurs zu wechseln. Am Ende kommt man nirgendwo an. Man blickt zurück und fragt sich, ob das alles gewesen sein konnte. Vom Alter ist das Ganze gar nicht abhängig. Ich will versuchen meinen Kurs zu halten und mich von den Dämonen, die mir das Leben erschweren wollen, nicht ärgern zu lassen. Wenn man weiss, was man vom Leben erwartet, sollte man sich nicht mit weniger zufrieden geben, sondern nach seinem Glück streben. Sobald aber auch andere Menschen im Spiel sind, sollte man seinen Ellenbogen eine Auszeit geben. Denn wenn man aus Verantwortungslosigkeit anderen Menschen, insbesondere aus dem näheren Umfeld, schadet, driftet das Kurs-Halten in puren Egoismus ab. Und dann muss man wieder aufpassen, dass Selbstlosigkeit, was an sich eine gute Tugend ist, nicht in Unmündigkeit endet. Das Leben ist nicht einfach. Aber es ist wunderschön, wenn man etwas daraus zu machen weiss.
Gute Nacht
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Segen und Fluch
Mich beschäftigt das Thema Internet.
Wir profitieren jeden Tag davon. Gemütlich einkaufen, das Konto verwalten, Überweisungen versenden, etc., ohne in die Kälte zu müssen. “Googeln”, sobald man etwas braucht. Binnen Sekunden bekommen wir alle Informationen, die wir brauchen, und das (noch) größtenteils kostenlos. Zeitungen werden nicht mehr gekauft – Spiegel Online und Berliner Zeitung wurden längst “gebookmarked”.
Das web2.0 mit ihren zahlreichen social networks macht mittlerweile auch keinen Halt vor Kindern und Rentnern, die früher kaum eine Zielgruppe waren.
Je mehr es uns das Leben erleichtert, desto abhängiger macht es. Für kaum Jemanden ist es mittlerweile vorstellbar nur einen Tag auf das Internet zu verzichten – eine Woche ist selbst für mich undenkbar. Man wird erschlagen von einer Flut an Informationen, und wir saugen sie nur zu gerne auf, wie ein Schwamm. Sobald man nachhause kommt macht man den Rechner an, noch bevor man das Licht anschaltet. Man nimmt gerne in Kauf zu spät zu einer Verabredung zu kommen, weil man noch “Mails checken MUSS”. Social Plattforms, wie Facebook und hierzulande das StudiVZ, werden bewusst zu Zwecken der Selbstinszenierung genutzt und sind oft Orte des Geschehens, wenn es darum geht Jemanden vor der gesamten Web-Gemeinde bloszustellen. Vielleicht erfährt man sogar mehr über eine Person, wenn man sich die StudiVZ-Gruppenliste durchliest anstatt sich gemeinsam auf ein Bier in die Kneipe zu setzen und über Gott und die Welt zu unterhalten.
Ich finde das alles mehr als traurig, bin aber leider – wie die meisten – von diesem System vollkommen abhängig geworden. Es geht nicht mehr ohne – mit aber auch nicht.
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Kakao
Kennst Du das? Du hast das Verlangen nach Schokolade und durchforstest das Ganze Haus nach dieser, aber es ist keine mehr da. Vielleicht findest Du in den Tiefen einer Tasche einen alten Schokohasen vom vorletzten Osterfest, musst aber leider feststellen, dass dieser mittlerweile ungenießbar ist. Nach weiterer Suche machst Du die Entdeckung: Kakao. Nicht das Gleiche, wie die geliebte Tafel Ritter Sport, an die Du dich schon gewöhnt hast und ohne die Du gar nicht mehr kannst, aber ein guter Kompromiss. Und Du wirst auch die nächsten Male in solchen Fällen eine Tasse Kakao trinken. Jedoch weisst Du ganz genau, dass es nicht das Gleiche ist; befriedigt Dich für einen kurzen Moment und lenkt davon ab, dass Du dich nach der guten Tafel sehnst. Und irgendwann befriedigt Dich nicht einmal mehr Nesquick – und Du verzichtest ganz.
Wieso werde ich das Gefühl nicht los Kakao zu sein?
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Ich wurde gestern daran erinnert, dass es wieder höchste Zeit ist Weihnachtsgeschenke für Familie, Freunde und Bekannte einzukaufen. Nun muss ich gestehen, dass Weihnachtsshopping für mich zu den Schattenseiten des Fests der Liebe gehört. Gründe:
- Klaustrophobische Anfälle meinerseits in Einkaufspassagen
- Grundsätzlich leerer Geldbeutel, insbesondere im Dezember
- Chronische Unentschlossenheit als Antwort auf die (berechtigte) Frage, was sich die befragte Person denn wünsche
Dies hindert mich dennoch nicht daran mich jedes Jahr auf’s Neue in die Konsumtempel zu begeben, denn: Nichts bereitet mir mehr Freude, als meine Liebsten zu beschenken. Die erste große Erleichterung, wenn man einen Gegenstand bezahlt hat, ist nur der Anfang. Sind alle Namen abhehakt, geht es an’s Einpacken. Als Freundin der Kreativität stelle ich an hohe Anforderungen an die Verpackung – extravagant muss sie sein! Sie soll die Spannung und Vorfreude bei der beschenkten Person steigern. Mit einem Lächeln hantiere ich geschickt mit Schere und Geschenkeband – manchmal auch Alu- und Frischhaltefolie. Der Höhepunkt ist dann natürlich das Überreichen und damit einhergehend das Auspacken. Es gibt kaum Dinge, die dieses schöne Gefühl übertreffen können.
Manchmal jedoch – kam bisher selten vor – findet das Geschenk beim Gegenüber nicht den Anklang, den man sich erhofft hatte. Dies gilt es zu vermeiden. Phrasen, wie “Du brauchst mir Nichts schenken” oder “Deine Liebe reicht vollkommen” erleichtern einem die Suche nicht. Wenn jemand aber partout keinen eindeutigen Wunsch äussert bleibt einem nichts anderes übrig, als “irgendetwas” zu holen – irgendetwas, was Freude bereitet… etwas, mit dem man ins Schwarze trifft. Kategorisieren finde ich grundsätzlich doof. Heute werde ich es aber tun:
Was sich Frauen wünschen:
- Schmuck
- Parfum
- Kleintextilien (Handschuhe, Schals, etc.)
- Kosmetika
- Bücher
- Schuhe
Was sich Männer wünschen:
- PC
- Notebook
- Flatscreen
- Grafikkarte (z.B. NVIDIA® GeForce® GTX 295)
- PS3 + Spiele
- Jahreskarte für den Lieblings-Fußball-Verein
So. Sehr lukrative Geschenkwünsche beiderseits. Lassen wir diese Tatsache erst einmal außen vor und schauen uns mal die Realität an:
Was Frauen Männern schenken:
- Socken
- Parfum
- Krawatten
- Hemden
- Lederhandschuhe
- Werkzeug
Was Männer Frauen schenken:
- Vollautomatisches High-Tech Küchengerät
- Bügeleisen
- Wok
- Fusselroller
- Messerset
- Das gleiche Parfum, wie die Jahre zuvor
Da muss ich doch schmunzeln…
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Photoshooting for YSL – 20/09/09
I coincidently became a witness of a photoshooting for “Yves saint Laurent” in Berlin’s government district. It was awesome to take some snapshots, for I’ve always dreamt to see a professional shooting myself. Take a look.



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